Saturday, 26. july 2008 6 26 /07 /Juli /2008 00:02
Sodele =)
Da is das gute Stück xD
Würd mich über paar Kommis dazu freuen...

Lauri-Chan



Das Schuljahr ist vorbei – wieder eine Klasse geschafft.
Manche von uns haben wichtige Prüfungen geschrieben; ZKs, Graecum, Vergleichsarbeiten, nicht zuletzt das Abitur. Wir haben viel gelernt, oder auch mal Fünfe gerade sein lassen. Wir haben vielleicht um unsere Versetzung gekämpft oder gleich um unseren Abschluss. Und dafür – für das Erreichen all unserer Ziele in diesem Schuljahr – haben wir (hoffentlich) einiges getan.
Und jetzt? – Sommerferien.
Wir alle halten unser Ergebnis, die Quittung unseres Handelns in Händen.
Wir sind erschöpft, ferien- und urlaubsreif, froh, dass es endlich, endlich vorbei ist.
Die Luft – ist raus.
Man kann das vergleichen mit einem Luftballon.
Man pustet ihn so lange mit Luft auf, bis er ganz prall ist.
Die Luft entspricht unserer Energie; das Aufpusten unseren Zeitvertreiben in den Ferien, unseren schönen Erinnerungen und Glücksgefühlen.
Aber man muss aufpassen, nicht zu viel Luft hineinzupusten. Sonst platzt er – Verausgabung. Erschöpfung durch ein zu straffes Ferienprogramm. Das gilt es ebenso zu vermeiden wie Langeweile, auch wenn diese dazu führt, dass man sich am Ende gar wieder auf die Schule freut; Langeweile macht einen nicht eben fitter.
Hat man den Ballon jedoch mit genug Luft gefüllt, bzw. haben wir uns wieder mit genug Energie aufgetankt, kann es wieder losgehen – in eine neue, Kräfte zehrende Zeit. Es ist, als würde man den vollen Luftballon loslassen, ohne ihn vorher zuzuknoten. Er fliegt eine Weile wild und hektisch umher.
Unsere Energie entweicht immer mehr, wir erleben viel Turbulentes, Wildes und Hektisches im neuen Schuljahr: neue Lehrer, neuer Stundenplan, neue Fächer.
Und am Ende, wenn der Ballon all seine Luft, seinen Treibstoff verloren hat, liegt er ganz schlapp am Boden.
Im besten Falle geht es uns nur kurz vor den nächsten, kürzeren Ferien so. Oder vor dem Wochenende.
Doch zwei Tage oder ein- bis zweiwöchige Ferien geben uns zwar auch wieder etwas Energie, aber bei weitem nicht so viel wie die Sommerferien; dazu fehlt uns die Zeit. Aber es sollte doch wieder reichen, die Tage bis zum nächsten Wochenende bzw. die Wochen bis zu den nächsten Ferien durchzustehen.
Übertragen auf unseren Ballon heißt das: wir pusten ihn auf, aber lange nicht so stark wie ursprünglich. Und lassen ihn wieder fliegen.
Eigentlich müssten wir lernen, den Ballon zuzuknoten, bevor wir ihn fliegen lassen. Aber ist das überhaupt zu schaffen?
Alles was wir tun, verbraucht Energie.
Und ein zugeknoteter Ballon hat ja auch gar keinen Antrieb, der ihn zum Fliegen bringt.
Man kann das ganze auch übertragen auf einen Fahrradreifen, eigentlich sogar anschaulicher, weil bei einem Fahrradreifen generell alles länger dauert und unser Prozess des Energieverlusts ja auch höchstens der Luftballonvorgang in Zeitlupe ist.
Kommt der Reifen frisch vom Händler, der ihn profimäßig rundum erneuert hat, ist er voller Kraft, man kann wieder wunderbar, mit Spaß und Elan Fahrrad fahren.
Doch auch bei diesem Reifen entweicht die Luft – langsam zwar, aber unaufhaltsam. Wir Laien können ihn zwischendurch immer wieder aufpumpen – aber er wird nie wieder so sein, wie zu dem Zeitpunkt, als er vom Händler kam.
Bis zum nächsten Besuch beim Profi.
Unter bestimmten Umständen kann sich der Vorgang des Luftverlustes aber auch beschleunigen.
Durch einen Nagel, der sich in den Mantel gebohrt hat.
Ein unangenehmes Ereignis, das besonders viel Kraft braucht – eine wichtige Arbeit, ein Kräfte zehrendes außerschulisches Ereignis wie zum Beispiel ein Turnier oder eine Aufführung.
Vielleicht liegt es auch an Streit mit den Eltern oder Freunden.
So etwas lässt sich allerdings auch wieder kitten – den Nagel entfernen, das Loch gut verkleben und dann den Reifen neu aufpumpen. Man wird durchaus merken, dass er nur repariert ist – die Luft entweicht trotz aller Bemühungen etwas schneller als normal. Aber immerhin ist der Nagel draußen.
Man hat die Arbeit hinter sich, den Pokal gewonnen, das Konzert gegeben. Man hat das Missverständnis, das zum Streit geführt hat, aufgeklärt.
Nicht oft, aber es kommt dennoch vor, kann es allerdings sein, dass die ganze Luft auf einmal und ruckartig entweicht.
Dass unsere gesamte Energie, Kraft, unser Antrieb und Ehrgeiz plötzlich weg sind.
Wie durch einen großen – Knall.
Zur Veranschaulichung dieses Beispiels eignet sich unser Luftballon wieder besser.
Es ist, als hätte man mit einer Nadel hinein gestochen – dieser Belastung hält er nicht stand, die Luft entweicht und durch den Druck reißt die dünne, sensible Haut des Ballons. Er fällt herunter, liegt in Fetzen auf dem Boden.
Es gibt nichts, was ihn wieder reparieren könnte. Kein Tesastreifen dieser Welt wäre dazu in der Lage. Der arme Luftballon.
So richtig realistisch können wir das nicht auf
uns projizieren – außer vielleicht durch den plötzlichen, unerwarteten Tod.
Aber es gibt Situationen, die diesem großen Knall durchaus ähnlich sein können; durch die auch wir Risse erhalten, sie zu flicken es sehr viel Unterstützung durch Familie und Freunde bedarf. Die Arbeit, die unsere „Ehrenrunde” endgültig besiegelt hat; das Absteigen der eigenen Mannschaft; Verlustschmerz, ganz gleich welcher Art.
Eine solche Verletzung lässt sich heilen. Doch es braucht andere Mittel und Wege als nur Ferien. Und ist deswegen wahrscheinlich auch die anstrengendste und am meisten belastende.
Weil es lange dauert, bis eine solche „Schmach” überwunden ist.
Zu vergessen oder es zu überwinden ist nicht immer einfach.
Die nächsten Worte richten sich an alle, die so einen großen Knall in ihrem Leben erleben mussten; an alle, die die Klasse nicht geschafft haben; an alle, die ihren Verein nicht vor dem Abstieg bewahren konnten; an alle, die jemanden oder etwas verloren haben, das ihnen sehr teuer war.
Lasst euch nicht hängen, nutzt die Ferien, um euch auszuruhen, Spaß zu haben, neue Energie zu tanken.
Das Gespräch zu Gott kann hilfreich sein.
Sich einfach jemandem anvertrauen können und gleichzeitig zu wissen, derjenige ist weder genervt, noch hängt er alles an die große Glocke, kann ein tolles Gefühl sein, wenn man sich darauf einlässt.
Wie ein Schlauchboot, das uns trägt. Uns Sicherheit und Schutz bietet vor den rauen Wellen des Alltags.
Oder wie Atem, der uns neu eingehaucht wird.
„Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.”
von Lauri-Chan
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  • 26.11.1992
  • Schülerin Liebe Träume Freiheit Männer
  • Ich bin ein ganz normaler Teenager, der gerne das Motto "Träume nicht dein Leben, sondern Lebe deine Träume" umsetzen würde, dazu aber nicht die Kraft hat. Ich bin oft melancholisch, lege Wert auf gute Freundschaften und mag extravagante Mensche
 
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